aber nicht unverdient konnte der 3. der Bezirksliga Süd, der TuS Finkenwerder, mit 3:1 wieder an die andere Seite der Elbe verabschiedet werden.
Coach Meyer musste Im Gegensatz zum ersten Auftritt gegen Duwo die Startelf etwas umstellen. Für den aus familiären Gründen pausierenden Romano Frindt rückte Marc Schmidt neben Bartek Dabrowski in die Innenverteidigung. Die beiden Außenpositionen wurden diesmal von Jan Petermann( links für David Ponczek) und rechts von Damian Novak (für Björn Kröger) eingenommen. Vor den beiden Außenverteidigern agierten rechts Adrian Dunayski und links Rafal Suchudolski. Im zentralen Mittelfeld als Dreh- und Angelstation Maciej Malerski und als Abräumer Marco Wolny. Im Sturm, wie auch schon gegen Duwo, begannen Stefan Meyer und Hasan Akgün. Von Beginn an entwickelte sich eine interessante Partie auf höchsten taktischen Niveau. Am Beginn wurde von unseren Männern geduldig der Ball in den eigenen Reihen gegen die körperlich robusteren Gäste gehalten. Keine unnötig langen Bälle in die Sturmspitze gegen die im Schnitt 2 Kopf größeren Finkenwerderaner (kann man das so sagen?). So konnte der Gast nach vorne gelockt werden, um dann schlagartig in die Schnittstelle der Abwehr zuzuschlagen. Bereits nach knapp 10 Minuten gelang dies auf eindrucksvolle Weise. Die beiden Abwehrspieler der Gäste orientierungslos und nichtsahnend, wohin mit dem Ball im eigenen Sechzehner. So schoss der eine Abwehrspieler folgerichtig uneigennützig und unbedrängt seinen eigenen Mitspieler an. Den Abpraller, der kurz in halbrechter Position in 18 Meter Entfernung zum Tor vor die Füße von Malerski landete, versenkte dieser quasi aus dem Stand mit gefühlter 2-facher Schallgeschwindigkeit unhaltbar in den Giebel des Gäste Tores. Wer nun dachte, das Spiel ginge so weiter, wurde von unserer Mannschaft arglistig getäuscht. Finkenwerder nun die Mannschaft mit gefühlten 99% Ballbesitz. 1% davon führte schon knapp 10 Minuten nach unseren Führungstor zum Ausgleich. Aus der kompakten Abwehr mit 3 Ballkontakten das Mittelfeld überbrückt, Anspielstation 20 Meter vor unseren Tor gefunden, nicht lange gefackelt und den Abschluss gesucht und gefunden. Auch das 1:1 ein durchaus sehenswerter Treffer. Finkenwerder jetzt im Aufwind und immer wieder gefährlich über Standardsituationen (besonders Ecken), die jedoch trotz der größenmäßigen Überlegenheit noch nicht einmal ansatzweise Erfolg brachten. Zudem wurde von den Gästen 2-3mal der Ball leichtfertig im Polonia 16er vertändelt und so ging es für uns eher glücklich mit einen 1:1 in die Pause.
Coch Meyer wechselte in der HZ 3mal aus. Für die keineswegs enttäuschenden Außenverteidiger Novak und Petermann kamen jetzt David Ponczek und Daniel Swistak in die Partie. Coach Meyer wollte das Spiel in der 2.HZ von außen sehen und wechselte sich dann folgerichtig selber aus. Für ihn kam dann Damian Stercyk, der den Platz von Dunayski im Mittelfeld übernahm, damit dieser dann mit Akgün den Sturm bilden konnte. Wer nun wieder dachte, dass jetzt Unruhe on unsere Mannschaft einkehrt und die neuen Spieler nicht in das Spiel finden würden, wurde das 2.Mal getäuscht. Ganz im Gegenteil. Die Mannschaft fing sich rechts schnell und spielte genauso so wie die ersten 10 Minuten der Partie. Hohe Laufbereitschaft, einfache Spielweise, immer den nächsten eigenen Mann gesucht (meistens sogar auch gefunden) und angespielt. Da Finkenwerder eine ähnliche Spielweise an den Tag legte, haben sich die Mannschaften meistens neutralisiert. Finkenwerder, dank ihrer Robustheit und Größe, jedoch mit wesentlich mehr Spielanteilen und Ballbesitz, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erarbeiten. Ca. 20 Minuten vor Schluss verließ dann Akgün für Lev Krokhmalev das Feld, der wie entfesselt den (Kunst)rasen in der Beethovenstr. beackerte. Auch hier eine hohe Laufbereitschaft mit uneigennütziger Spielweise. Als sich dann noch Dunayski halbrechts in gegnerischen 16er durchsetzte und mit einen geniale Pass Lev anspielte, hatte dieser keine Probleme, den Ball über den heraus eilenden Torwart zu lupfen. 1 Chance, 1 Tor, 100 % Effektivität. Finkenwerder wollte sich nun natürlich nicht mit der drohenden Niederlage abfinden und verstärkte seine Angriffsbemühungen. Dass es bei Bemühungen blieb, ist unserer gut gegenhaltenden Mannschaft zu verdanken, die ein um das andere Mal etwas kräftiger als erlaubt zulangte. Aber zu einfach machen wollten wir es den Gästen natürlich auch nicht. Mit dem Schlusspfiff noch das I-Tüpfelchen: Ponczek konnte sich links durchsetzten und flankte scharf und eher halbhoch in den gegnerischen 5-Meterraum an Freund und Feind vorbei. An Freund und Feind vorbei? Nein, wie aus dem Nichts tauchte der von der Abwehr überhaupt nicht registrierte kurz zuvor wieder eingewechselte Damian Novak auf und hatte keine Mühe, den Ball aus 3 Metern einzuköpfen.
So kann das weitergehen. Nicht auf den Lorbeeren ausruhen, Leistung bestätigen. Am besten gegen Eilbek am kommenden Samstag, den 28.1.2012
Walk on
Manfred „Manni“ Itzen
